2010 war ein Jahr der “Fallrückzieher”. In den USA wurden etliche evidenzbasierte und zuverlässig wissenschaftlich erprobte Präparate vom Markt genommen bzw. mit Indikationseinschränkungen versehen alldieweil sie schwere zuverlässige Nebenwirkungen, (inklusive Tod) mit sich brachten.
“Meridia” (hieß “Reductil” in Deutschland) war ein “Abspeckmittel”, das erhöhte Herzinfarktraten auslöste. In den USA gab es Todesfälle, 29 seit 1998, und über 400 schwere Nebenwirkungen. Der lapidare Kommentar vom Hersteller Abbott: “Public Citizen (eine US Verbraucherschutzorganisation) schadet Hunderttausenden Amerikanern, die ihre Adipositas sicher und erfolgreich kontrollieren.”
“Darvon”, ein Schmerzmittel von Eli Lilly, wurde wegen lebensbedrohlicher Arrhythmien in den USA und Europa vom Markt genommen. Das gleiche erfolgte mit Avandia, einer Diabetestablette, die es schon über 10 Jahre im Markt gibt. Erst letztes Jahr erfuhr die Öffentlichkeit was der Hersteller Glaxo schon lange wusste: Das Zeugs kann lebensgefährlich sein, denn es kann plötzliche Todesfälle und Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursachen. Die Wahrscheinlichkeit unter Avandia war um über 40 Prozent erhöht. Dies wusste die Firma schon seit Markteinführung Ende der 1990er Jahre. …den gesamten Beitrag lesen